Chortheater in der Marienburg „Lebensgefährtin ist die Steigerung von Lebensgefahr“
Ein Theaterwochenende voller Witz, Charme und kleinen Katastrophen: Die Einakter „Oma ist online“ und „Herbert und die Frauen“ verwandelten die Marienburg in ein fröhliches Durcheinander. Die Schauspieler der Theatergruppe brachten die humorvollen Szenen mit viel Gefühl und Energie auf die Bühne.
In „Oma ist online“ trauerte Ariane T. als Oma Luise um ihren geliebten Dackel Otto, dessen Urne den Esstisch schmückte. Ihr Sohn Eberhard (Peter K.) mühte sich um Harmonie, während seine Frau (Andrea T.) endlich die Beisetzung organisieren wollte. Enkeltochter Lena (Katharina H.) brachte ihre Oma auf die Idee, im Internet nach einem neuen Begleiter zu suchen, um auf andere Gedanken zu kommen. Selbst ist die Frau, dachte sich die Oma voller Elan, und nutzte dazu versehentlich das Dating-Portal der Enkelin. So meldete sich rasch Bussi-Bär (Karl W.), der fast alle Anforderungen an den gewünschten tierischen Begleiter erfüllte und damit erstaunlich gut zu Oma passte - und sogar selbst einen älteren Dackel sein Eigen nannte. So war am Schluss allen gedient.
Maria B. griff das Thema „digitale Medien“ und die manchmal damit einhergehende Verwirrung humorvoll mit einem erfundenen WhatsApp-Chat zwischen Bürgermeister und seiner Sekretärin Doreen B. auf, die parallel mit dem Vorstand der Chorgemeinschaft chattete. Die klare Botschaft: Nichts ersetzt ein persönliches Gespräch! Im Anschluss folgten zwei humorvolle Lieder passend zum Thema, präsentiert von einigen Damen des gemischten Chors mit Maria B. an der Gitarre.
Nach der Pause wurde es für Junggeselle Herbert (Thomas R.) turbulent. Seine Schwester Agathe (Anja M.) kündigte an, bei ihm einzuziehen – eine wahre Horrorvorstellung für ihn. Freund Ernst (Martin S.) wollte helfen und kam auf die Idee, für Herbert vorübergehend eine Frau zu finden, die Agathe von ihren Plänen abhalten würde. Als die Suche chaotisch wurde, verkleidete sich Ernst selbst als Frau, um seinem Freund aus der Patsche zu helfen. Unvorhergesehen hatten währenddessen die möglichen Kandidatinnen (Doreen B., Eileen Z., Elisabeth W.) aber doch Zeit und statteten Herbert bzw. seiner Schwester schön nacheinander einen Besuch ab. Als schließlich auch noch Ernst als Ernestine auftauchte, wurde es Agathe zu viel: Angesichts dieses Durcheinanders und der vermeintlichen Zustände ergriff sie schleunigst die Flucht. Ziel erreicht!
Beide Einakter boten witzige Dialoge, lustige Verwicklungen und eine gute Portion schwarzen Humor. Alle Schauspieler brillierten und machten die Aufführungen zu einem echten, kurzweiligen Vergnügen.
Ein großes Dankeschön geht an Elfriede B. und ihre samstägliche Vertretung Daniel M. für die Maske, an Bernhard G. für die Soufflage und die Verwaltung der Online-Kartenreservierung sowie an Simone K. und Margit R. für die stimmungsvolle Dekoration. Ebenso danken wir ganz herzlich allen Helfern der Chorgemeinschaft für ihren Einsatz bei Aufbau, Ausschank, Küche und Abbau.
Herzlichen Dank selbstverständlich auch an alle unsere Gäste – Euer Lachen und Euer Applaus sind der schönste Lohn für alle auf der Bühne!
Vergelt’s Gott für ein wundervolles Theaterwochenende!
